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Cineplexx stellt Kinos auf Digitalprojektion um

In Östereich schreitet die Kinodigitalisierung mit großen Schritten voran: Die Cineplexx-Gruppe hat nach eigenen Angaben alle ihre 172 Kinosäle mit rund 37.000 Sitzplätzen auf Digitalprojektion umgestellt. Damit sei die Kette die erste, die in Europa ausschließlich auf Digitalprojektion setze. In den Cineplexx-Kinos kommen die Digitalprojektoren der Firma Christie zum Einsatz. Die genutzten Modelle CP2000-XB, CP2000-ZX und CP2000-m haben eine Auflösung von 2K (2048 x 1080 Pixel).

Für die Zuschauer bringt Digitalprojektion meist eine bessere Bildqualität, da mechanisch bedingte Bildfehler durch Abnutzung praktisch ausgeschlossen sind. Die Verleiher profitieren von geringeren Distributions- und Lagerkosten der digitalen Fassung im Vergleich zu 35-mm-Kopien. Theoretisch kann 35-mm-Film zwar eine bessere Bildqualität bieten als 2K-Digitalprojektion – doch dafür sind hochklassige Filmkopien notwendig, die, wenn überhaupt, nur bei Premieren oder großen Filmfestivals zum Einsatz kommen. 

Ungeachtet der Vorteile kommt die Digitalprojektion in Deutschland eher schleppend voran: Von den circa 4800 hiesigen Leinwänden sind laut Hauptverband Deutscher Filmtheater derzeit erst 700 digitalisiert. Ein Großteil dieser Säle wird allerdings ausschließlich für 3D-Filme genutzt. Die Digitalisierung ist mittlerweile zu einem Politikum geworden: Nachdem die flächendeckende Umrüstung der deutschen Kinos ins Stocken geraten ist, forderten Politiker jüngst sogar ein Hilfsprogramm für kleine Kinos. Als Motor der Digitalisierung könnte sich der aktuelle 3D-Boom erweisen: Nachdem Avatar alle Kassenrekorde gebrochen hatte, stehen bereits die nächsten 3D-Blockbuster in den Startlöchern. Eine Übersicht der Filme finden Sie in den aktuellen Listen der 3D-Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz. ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. / www.heise.de)