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Bundesregierung zieht positives Fazit des De-Mail-Tests

Das Anfang Oktober 2009 in Friedrichshafen gestartete Pilotprojekt für die Bürger-E-Post De-Mail ist am Mittwoch nach Einschätzung des Bundesinnenministeriums (BMI) erfolgreich abgeschlossen worden. Insgesamt haben sich den Angaben zufolge 812 Einwohner aus der Testregion beteiligt und eine De-Mail-Adresse beantragt. Damit seien die Erwartungen leicht übertroffen worden.

Hochgerechnet auf ein Jahr würde man laut BMI von einer Beteiligungsquote von 2,75 Prozent der Bevölkerung der Stadt am Bodensee ausgehen können. In den Überlegungen für das Bürgerportalgesetz, das die Basis für einen bundesweiten Start für De-Mail bilden sollte, vom Bundestag in der vergangenen Legislaturperiode aber nicht mehr verabschiedet wurde, sei man von einer Akzeptanzquote von zwei Prozent im ersten Jahr ausgegangen.

Der Statistik nach nahmen auch 40 Unternehmen, Kammern und Behörden unterschiedlicher Größe an der Testphase teil. Das entspricht laut Hochrechnungen des Innenministeriums 400 weiteren Pilotierungspartnern. Zuvor hatten schon Vertreter der beteiligten Provider GMX, Web.de und Deutsche Telekom sowie Behörden und eingeschlossene Firmen auf der CeBIT ein positives Fazit der Feldstudie gezogen. Laut einer Nutzerumfrage würden 89 Prozent der De-Mail-Tester den Dienst gern weiter nutzen. Datenschützer hatten dagegen jüngst angehmahnt, dass beim De-Mail-Angebot bezüglich der Schaffung von Rechtsregeln und der Infrastruktur noch viel getan werden müsse. (Stefan Krempl) / ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. / www.heise.de)