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Online-Auktionshaus rudert zurück

Ebay verpflichtet Verkäufer nicht mehr, bestimmte Artikel kostenlos zu verschicken. Zudem gibt es weitere Neuregelungen.
Von FOCUS-Online-Autorin Claudia Frickel
Colourbox
Innerhalb weniger Monate hat Ebay sein Auktionshaus umgebaut und zahlreiche Neuregelungen eingeführt. Die meisten davon gingen zulasten privater Verkäufer: Sie dürfen beispielsweise Käufer nicht mehr negativ bewerten. Mindestens ebenso umstritten war eine weitere Neuregelung: Seit Juni wurden Verkäufer gezwungen, in 26 Unterkategorien Artikel kostenlos zu versenden. Betroffen waren unter anderem Bücher, CDs, Kopfhörer oder Notebook-Zubehör.

Obergrenze für Versandkosten

Der Ärger vieler Verkäufer hat offenbar etwas gebracht, denn nun gibt Ebay nach. Ab 8. Februar fällt die Pflicht zum Gratisversand weg. Stattdessen gibt es in den entsprechenden Kategorien eine Obergrenze von sieben Euro für die Versandkosten. Zusätzlich gilt auf dem ganzen Marktplatz: Wenn ein Artikel als Brief oder als Bücher- und Warensendung verschickt wird, darf der Anbieter nicht mehr als 2,50 Euro bzw. zwei Euro für das Porto verlangen.

„Wir haben unseren Mitgliedern sehr genau zugehört“, sagt Sprecherin Maike Fuest gegenüber FOCUS Online. „Die Käufer fanden den Gratisversand toll, aber viele Verkäufer fühlten sich dadurch sehr belastet.“ Nun habe Ebay versucht, einen Mittelweg zu finden, der den Bedürfnissen beider Seiten entgegenkommt.

Zugleich schraubt die Plattform ab April die Anforderungen an Verkäufer höher, um die Servicequalität „dauerhaft sicherzustellen und den gestiegenen Erwartungen des Markts gerecht zu werden.“ Das bedeutet, dass Anbieter nur eine geringe Anzahl an detaillierten Bewertungen mit nur einem oder zwei von fünf möglichen Sternen erhalten dürfen. Bei den Sternen können Käufer zusätzlich zur eigentlichen Bewertung genau angeben, wie die Kommunikation mit dem Anbieter war, wie lange der Versand dauerte und ob der Artikel richtig beschrieben wurde.

Paypal-Pflicht für Neuverkäufer

Darüber hinaus hat das Unternehmen weitere Neuerungen vorgestellt. So müssen neue Mitglieder, die Waren versteigern wollen, künftig das hauseigene Zahlsystem Paypal als eine Zahlungsoption anbieten. Betroffen sind Anbieter mit weniger als 50 Bewertungspunkten. „Wenn ein Verkäufer noch nicht viele Bewertungen erhalten hat, sind Käufer in aller Regel weniger bereit, von ihm zu kaufen“, meint Ebay. Die Kunden sollen so besser abgesichert werden: Das Auktionshaus verspricht, den Kaufpreis zu erstatten, wenn es Probleme mit den Neuverkäufern gibt.

Quelle: focus-online

 

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